Heimcomputer Z9001, KC85/1, KC87 :
Kombimodul
Aufbauhinweise:


Fehler mit dem ausgelieferten 128Kx8-SRAM-Schaltkreis: (Nurplatinen- und Komplettbesteller sind davon ausgenommen).

Änderung am SRAM
   Änderung am SRAM
Als vor 10 Jahren die Bauteile beschafft wurden, waren keine weiteren RAM-Bänke vorgesehen. Da es keine 64K-SRAM-Schaltkreise gibt, waren 128K-Schaltkreise vorgesehen. Diese lagen nun hier nutzlos herum und weil die Nutzung des weiteren RAMs in Bänken problematisch ist, sind diese anstelle der 512Kx8-Schaltkreise von mir ausgeliefert worden. Tests wurden leider keine durchgeführt.
An Pin 30 dieses SRAM-Schaltkreises liegt ein weiteres H-aktives Selektsignal und bewirkt das Abschalten des SRAMs, wenn die Bankadressen nach Anfangsreset alle auf L-Pegel liegen.
Abhilfe:
Man kauft sich einen 512Kx8-SRAM für 5,15 nach oder
man spreizt das Pin 30 des SRAM-Schaltkreises ab, so daß es nicht in der Fassung steckt. Zusätzlich wird von Pin 30 ein Widerstand von 4,7 kOhm nach Pin 32 gelötet, direkt am Schaltkreis mit SMD-1206 (siehe Bild rechts) oder bedrahtetem Widerstand.
    Serienmuster
  • Erster Hinweis für die ganz Eiligen: Starrköpfig verwende ich international übliches mm-Raster. Nur beim 40poligen FDC-Schaltkreis ist das Raster zöllisch. Leider habe ich vergessen, das Raster für den 34poligen Floppystecker vom Platinenentwurf aus dem Jahre 2003 auch anzupassen. Wenn man beim Bestücken die Kontakte etwas schiebt, passen sie aber ohne größere Probleme in die Bohrungen im metrischen Raster, siehe Bild rechts.


  • Verwendete GALs: ich empfehle aus Sicherheitsgründen 15Q, praktisch setze ich meist 25L ein. Es werden meist nur ein, manchmal auch zwei LS-Eingänge getrieben. Die Laufzeiten sind bei den Scheunentoren und dem niedrigen CPU-Takt nicht kritisch. Jedenfalls gab es bisher keine Veranlassung, 15Q einzusetzen. Wer sie hat, kann sie nehmen.

  • Es geht auf der Platine allgemein etwas eng zu. Deswegen setze ich gern 1206-SMD-Widerstände ein. Diese sollten möglichst zuerst bestückt werden. Danach kann man das Flußmittel abwaschen, bevor andere Bauteile bestückt werden. Auf der L-Seite bestückt, kann man auch erst am Ende waschen.

  • Verwendet man Elkos mit kleinerer Bauhöhe (7mm), paßt das "Gehäuse" in den Modulschacht.

  • Unter dem D16 (FDC) und unter D3 (EPROM) waren noch zwei 100nF-Kondensatoren vorgesehen. Man braucht sie aber nicht unbedingt. Einer davon war C27. Die Fassungen brauchen auch keinen internen Blockkondensator. In der Praxis reichen die auf der Platine verteilten.

  • Bei Einsatz eines NE555 anstelle eines B555 erreicht dessen Ausgangspegel nicht den erforderlichen H-Pegel. Damit inaktive Segmente der Einerstelle der Anzeige nicht "glimmen", muß der Widerstand R22 = 4k7 auf 2k2 verringert werden.

  • Robotron ist nicht Mühlhausen!
    Da sich die Verwendung von PC-Floppykabeln anbietet, ist deren Einsatz vorgesehen, wie auch bei den FDC-Modulen vom BIC. Man muß sich da keine neuen Kabel basteln. Damit das Kabel mit zwei Laufwerken funktioniert, muß - wie beim PC - DS1 selektiert werden. Manche Laufwerke sind vom Hersteller sogar fest auf DS1 gesetzt!
    Wer nur ein Laufwerk verwenden möchte, sollte nicht mit einem gedrehten Kabel irritiert werden. Deshalb wurde ein ungedrehtes Kabel für Laufwerk A: vorgesehen, Laufwerk B: ist dann am gedrehten Ende. Die Laufwerksreihenfolge ist damit umgekehrt wie beim PC.

  • Der Einsatz eines GOTEK-Laufwerkes ist uneingeschränkt möglich.

Die Modulabdeckung:
Es ist nicht empfehlenswert, den Modul ohne Berührungsschutz zu betreiben. Beim Ablegen auf einer leitfähigen Unterlage könnte die Stützbatterie für die CMOS-Uhr kurzgeschlossen und damit auch der evtl. gestützte SRAM gelöscht werden, wenn nicht noch Schlimmeres passiert.

Modulabdeckung Im Baumarkt besorgt man sich 2 mm dickes Hobbyglas und sägt mit der Laubsäge zwei Platten von 95x170 mm aus. In diese werden je vier Löcher mit einem Durchmesser von 3,2 mm gebohrt. Fertig! Dazu verwendet man Elkos mit nur 7 mm Bauhöhe, einen gewinkelten Taster, einen gewinkelten DIP-Schalter und setzt die 7-Segment-Anzeigen auf eine Fassung. Hinter dem Bild rechts liegt eine Skizze als PDF. Weiteres Material:
4x Abstandsbolzen mit M3 Innengewinde, 10 mm lang
2x Zylinderschrauben M3x6
2x Zylinderschrauben M3x12
2x Senkschrauben M3x6
2x Senkschrauben M3x10
4x M3 Sechskantmuttern
Die Senkschrauben werden am Steckverbinder benötigt und müssen im Hobbyglas versenkt werden, damit der Modul nicht zu dick wird und andere Module behindert. Oben verwendet man die Zylinderschrauben, denn die Senkungen reißen beim straffen Anziehen der Senkschrauben gern. Die Senkschrauben werden nur schwach angezogen!
Eine Demontage wird von oben her begonnen:
Um bei eventuellen Reparaturen oder Erweiterungen an die Lötseite der Platine zu gelangen, wird zuerst die obere Deckplatte entfernt und dann die Abstandsbolzen. Jetzt kann die Platine abgenommen werden. Die untere Abdeckung mit der Verschraubung bleibt unangetastet.

Kabel für den Laufwerksanschluß:
Anschluß eines einzelnen Diskettenlaufwerkes Ein SCSI-Gehäuse für zwei Diskettenlaufwerke (3,5" oder 5,25") ist die beste Lösung für die Anbindung der Laufwerke. In diesen Gehäusen ist die Stromversorgung für die Laufwerke bereits integriert.
Wer es kleiner möchte und nur ein Laufwerk anschließen will, kann die Stromversorgung dem Z9001 entnehmen (Bild rechts). Dafür ist ein Steckverbinder auf dem Modul vorgesehen. Der müßte eigentlich eine Buchse sein (Kurzschlußgefahr), aber die Buchsen sind gewinkelt und als Printversion mit Durchsteckern schwer zu bekommen.

Stromversorgungskabel Floppykabel
Die Kabel sind 1:1-Verdrahtungen. Für die Daten verwendet man am einfachsten ein handelsübliches Floppykabel für ältere PCs.
Achtung!
Da die 3,5"-Laufwerke in der Regel fest eingestellte Selektierung haben (DS1), ist ein ungedrehtes 1:1-Kabel für den Anschluß eines Einzellaufwerkes vorgesehen. Wer zwei Laufwerke anschließen will, hat am gedrehten Anschluß das Laufwerk B:.
Das Stromversorgungskabel ist ein 1:1-Kabel mit vier Leitungen 0,5 mm².

Letzte Bearbeitung: 26. 04. 2020
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