Kleincomputer KC85/2, KC85/3, KC85/4
Hinweise und Tips:


1. RGB-SCART-Kabel
2. demnächst
3.
FDC-Anschluß
4. PLL im D004
5. RGB-VGA-Kabel für den Normwandler GBS-8200
6. Serielles Kabel / Druckerkabel für M003
7. Device-Connector
8. Umbau KC85/3 zu KC85/4
9. Umbau KC85/4 zu KC85/5


TV/RGB-Kabel zum Anschluß an den TV oder Normwandler

Für die Farbwiedergabe ist ein Fernsehgerät mit RGB-Eingang erforderlich.
Vom TV-RGB-Anschluß des KC85 werden die RGB-Ausgänge, das Audiosignal, das FBAS-Signal (zur Synchroni­sation) und das Umschaltsignal zusammen mit mehreren Masseleitungen in einer 10poligen Steuerleitung mit dem Scartstecker verbunden. Eine geschirmte Leitung ist besser, aber auch weniger flexibel.
Wer die Möglichkeit hat, sollte natürlich den Originalsteckverbinder im metrischen Raster nehmen. Andernfalls eignet sich als Buchse auf der KC-Seite ein 26poliger Steckkartenverbinder in Schneidklemmtechnik. Da diese heute nur im Rastermaß von 2,54 mm erhältlich sind, muß die Buchse auf jeder Seite (symmetrisch) etwas befeilt werden. Wird die Buchse mittig gesteckt, gibt es sicheren Kontakt und keine Schlüsse.

SCART-Kabel

Die Verdrahtung ist auch als PDF-Datei vorhanden.

HINWEIS!
Für Leute, die sich das Zusammenlöten eines Kabels nicht zutrauen, stelle ich auch gern ein handgelötetes Exemplar her:
Kabellänge 2m, ohne Schirm (ohne Schirm ist das Kabel flexibler!), aus Mangel an Griffschalen nur noch mit DB25-Griffschale.
Mit metrischem Original-Steckverbinder Preis: 16 Euro + Versand.
Mit zöllischem Steckverbinder Preis: 11 Euro + Versand.

 
  Kabel mit DDR-Griffschale Kabel mit DB25-Griffschale

Steckerleiste "STECKER EC26":
Die zöllischen direkten Steckverbinder "STECKER EC26" von Reichelt sind links und rechts um je ca. 0,5 mm schmaler zu feilen, damit sie in den Schlitz am KC85 passen. Dumm ist dabei, daß damit auch der Haltebügel schwächer wird. Aber es geht, wenn man vorsichtig feilt. Die Kabel kann man anlöten. Dabei wird aber der Plast weich, und es kann passieren, daß sich die Kontakte verschieben und nicht mehr richtig kontaktieren. Das ist irreparabel.
Ich nehme deshalb seit kurzem ein kurzes Flachbandkabel, das nur so lang ist, um anschließend die einzelnen Leitungen aus dem 10er Kabel daran anzulöten.
Wenn man keine DDR-Griffschale hat, sind die jetzt handelsüblichen DB25-Gehäuse für das Befestigen des Steckverbinders ziemlich ungeeignet. Man muß wieder feilen, diesmal auch an der Griffschale. Die Befestigung mit Heißkleber in einer DB25-Griffschale ist eine Katastrophe. Die letzte Aussage ist geschönt... Alles zusammen ist das nun richtiger Pfusch.

Steckerleiste "STECKER 62-254":
Die 2x31poligen Steckerleisten "STECKER 62-254" von Reichelt muß man kürzen, aber man kann sie löten, umgeht damit das Flachbandkabel.

Schuld ist der Rest der Welt, der nicht das Maßsystem der arroganten Amerikaner verwendet: Galonen, Füße und Fahrenheit. Die Russen rechnen z.B. nicht in Werst und Mitschurin und die Japaner auch nicht in BU, KENG oder SCHAKU!

Bauanleitung:
Trotz der Widrigkeiten gibt es eine Bauanleitung. Die benötigten Bauteile im Bild rechts, z.B. von Reichelt, liegen unter dem Link der Bestell­bezeichnung:
Bezeichnung Bestellbezeichnung Preis (10/2017) Bemerkungen

26pol. Buchse, direkt (X1) STECKER EC26 0,94 €
SCART-Stecker (X2) SEC 20 0,47 €
10pol. Steuerleitung LiYY 10x0,14² LIYY 1014-5 3,85 € kleinste Länge 5m
SUB-D-Gehäuse für 25pol. KAPPE CG25G 0,22 €
Metallschichtwiderstand 1kOhm METALL 1,00K 0,08 €
Durchführungsring 6mm KDF 6 0,08 € nicht im Bild rechts
Kabelknickschutz KAKS 0451 0,18 € nicht im Bild rechts

    5,82 € ohne Versandkosten


Bild 1:

Das Kabel von typisch 2m Länge wird in der SCART-Buchse nach Schaltung verlötet.
Zur besseren Zugentlastung (der originale Gartenschlauch des SCART-Kabels ist dicker) wird zusätzlich ein Durchführungsring über das etwas zu dünne Kabel geschoben.
Bild 2:

Der direkte Steckverbinder EC26 ist 43,8 mm breit. Die Öffnung im KC-Gehäuse ist 43 mm breit. Es müssen ca. 0,5 mm auf jeder Seite der Buchse abgefeilt werden.
Der Klemmbügel wird vor dem Feilen eingedrückt, wie wenn ein Kabel geklemmt werden soll. Nach dem Feilen ist der Bügel sehr vorsichtig wieder zu entriegeln und ganz zu entfernen, damit man an die Kontakte kommt.
Bild 3:

Die Enden der Leitungen werden nicht abisoliert und - wie im Bild 3 zu sehen - mit einer kräftigen Pinzette in die Schlitze des EC26-Steckverbinders gedrückt. Es ist darauf zu achten, daß dabei die Schlitze nicht erweitert oder anderweitig beschädigt werden.
Im Bild ist Kontakt 1A rechts oben.
Bild 4:

Nach dem Einlegen der Leitungen wird der Klemmbügel des Steckverbinders wieder eingeschoben. Es muß darauf geachtet werden, daß die Leitungen sich nicht überschneiden und exakt in den Führungsrillen des Bügels liegen.
Im Bild ist leider die weiße Leitung verrutscht und kommt etwas schräg heraus.
Bild 5:

Das Steckergehäuse muß bearbeitet werden, damit der Steckverbinder EC26 in das Gehäuse paßt. Mit einem Fräser werden die Stege, wie im Bild zu sehen, abgefräst.
Links ist der unbearbeitete Gehäusedeckel, rechts der bearbeitete Deckel zu sehen. Es müssen beide Deckel gefräst werden.
Bild 6:

Damit der Stecker fest im Gehäuse sitzt, wird der Steckverbinder mit Heißkleber einge­klebt, zuerst die Seite mit den Leitungen nach unten. Der Kleber wird in die jeweilige Gehäusehälfte gespritzt und dann der Steckverbinder angedrückt. Die Verbindung ist so fest, daß ein nachträgliches Öffnen für ein Foto nicht mehr möglich war, ohne den Stecker zu zerstören.

Letzte Bearbeitung: 25. 01. 2018
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