Anekdoten:

Larissas Schaltkreise Vor allem im Z9001 und KC87 sind sehr häufig russische Schaltkreise verbaut worden. Da sie in der Regel ein durchscheinendes braunes Gehäuse haben, werden sie auch als "Bayrisch Malz" bezeichnet. Während meiner Tätigkeit als Prüftechnologe bei robotron gab es unerklärliche Ausfälle bei diesen Schaltkreisen: sie waren lichtempfindlich! Wegen dieser vielen unerklärlichen Ausfälle kreiste eine Anekdote: Larissa arbeitete im Halbleiterwerk in Irkutsk. Jedesmal wenn sie morgens auf dem Weg zur Arbeit einen Kettenschaden am Fahrrad hatte, war die Tagesproduktion Ausschuß! (Weil sie mit den öligen Fingern die Chips angefaßt hat.) Russische Reparaturtechnik Auf einer Fahrt durch die SU ging bei einem Lada das Türschloß kaputt. Hilfe wurde schnell angeboten und am nächsten Tag durfte man das Ergebnis bewundern: In die Tür und den Holm waren Löcher gebohrt, ein Blechriegel drangeschraubt und ein Vorhängeschloß eingehängt. Eine echt russische Lösung! ... und es gibt böse Fehler: Schaltkreis falsch bedruckt! Wie wird's gemacht? - Bericht eines Reparaturablaufes

Reparaturen, Reparaturhinweise, Z9001-Tips und Bilder

(Z9001,KC85/1,KC87   Z1013   HC900, KC85/2/3/4/5   BIC   D004   K7222   LCR)

Z9001/KC87

Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild

Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild

Fehlerbild Fehlerbild



Z9001:
(1)
Wirre Zeichen
Rechner ohne Farbmodul, zeigt nach dem Einschalten nur wirre Zeichen, manchmal wird auch der Bildschirm teilweise gelöscht, es sind dann Tastatureingaben möglich:
Geht mit der Tastatur das Ein- und Ausschalten der GRAFIK-LED, dann funktioniert der Rechner und der Fehler liegt an den Adreßmuxern für den Bildspeicher.
Da sich aber manchmal die GRAFIK-LED nicht schalten ließ, wurden auch die Adreßmuxer für den Systembus gewechselt. In beiden Fällen waren es russische Schaltkreise.

Z9001:
(2)
Wirre Zeichen, Platine stammt wahrscheinlich aus der Nullserie
Der Rechner ist noch nie gelaufen. EPROMs, PIOs und die RAM-IS waren vorsorglich mit Fassungen bestückt worden.
Es gibt Datenkämpfe auf allen Datenleitungen, die nach kurzer Zeit teilweise verschwinden. Der Effekt ist temperaturabhängig. Mit Kältespray läßt sich D28 eindeutig als Übeltäter ermitteln, sein Ausgang 6 driftet.
Das Fehlerbild der Datenkämpfe ist jetzt stabil. Die EPROMs, PIOs und RAM-IS werden gezogen. Keine Änderung! Nach Überprüfen der Leiterplatte auf Feinschlüsse wird eine dicke Zinnbrücke von 5P nach Pin 3 (/WE) der RAM-IS gefunden.

Z9001:
(3)
Moiré auf dem Bildschirm
Die Rechnerplatine ist eine der ersten Z9001-Platinen. Es gibt da einige handverdrahtete Verbindungen der Stromversorgung der TV-HF-Ausgangsstufe. Unter anderem muß eine kurze Verbindung von C49 (Masse) zur fast danebenliegenden Masse des HF-Modulators hergestellt werden. Diese fehlte. Vorher: mit Moiré, nachher: ohne Moiré

Z9001:
(4)
Grafik-LED geht aus, wirres Bild wird gelöscht
Der Rechner ist einer der ganz ersten! Das Startverhalten ist unterschiedlich:
schwarzes Bild oder wirre Zeichen oder wirre Zeichen werden gelöscht. Die Grafik-LED geht immer aus. Das Startverhalten ist abhängig von der Betriebsdauer.
(1) In Folge des unterschiedlichen Startverhaltens wurde die Betriebsspannung mit dem Oszillografen kontrolliert. Die gemessenen 4,9 V waren verbrummt und der Netzelko wurde ausgetauscht - danach 5,2 V.
(2) Stabiles Verhalten, die Grafik-LED verlischt, weil alle PIO-Ausgänge immer 00 sind. Die Überprüfung der PIO und der ansteuerneden Schaltkreise ergab keine Fehler. Eine Überprüfung des RAMs mit dem RAM-Testmodul bestätigte, daß Bildausgabe und System-RAM fehlerfrei sind.
(3) Der Bildschirm ist mit den wirren Zeichen gefüllt. Es wird dann zunächst der Zeichen-RAM von oben her - auf dem Bildschirm von unten - und dann der Farbspeicher gelöscht. Der Verdacht fällt jetzt auf die russischen System-EPROMs. Sie werden ausgelötet und geprüft. Der zweite EPROM enthält nur FFH. Entweder ist er leer oder /CS- oder /OE-Eingang ist defekt. Nach Austausch gegen einen neube­schriebenen EPROM meldet sich das System.
(3) Auffällig waren die Fahnen hinter den Zeichen schon beim RAM-Test unter (2). Mit einem Kombimodul sieht man das sehr deutlich. Die Farbkarte ist bei diesem Rechner auch noch die Version B ohne die Ausräumwiderstände der Ausgangsstufen. Nach deren Nachbestückung auf der L-Seite der Farbkarte war nur noch die Austastlücke nachzujustieren.



KC85/1:
(1)
Senkrechte lila Streifen mit schwarzen E's
Rechner mit Farbmodul, zeigt nach dem Einschalten erst nur wirre Zeichen, danach senkrechte lila Streifen mit schwarzen Buchstaben E. Daten- und Adreßsignale an der CPU sind i.O. Auffällig sind ein schließlich Farbkarte sechs! russische K531KP11. Messungen hinter dem ersten dieser Adreßmuxer (D39/7C) ergeben an Pin 2 und 3 bzw. 5 und 6 die erwarteten Adreßsignale, nicht aber an den Ausgängen Pin 4 und 7.
Der russische Schaltkreis wurde durch einen DL257 ersetzt.


KC87:
(1)
Rechner bleibt hängen
"ASGN" ENTER funktioniert.
"BASIC" und ENTER : der Rechner bleibt stehen.
EPROM D10 ausgetauscht, wegen zu hoher Zugriffszeit >450ns.

KC87:
(2)
Rechner mit Farbmodul zeigt nur die bunten Kästchen
Messungen an Adreß- und Datenbus ergeben: alle am Modulträger hängenden Treiber-ICs sind defekt. Austausch von D2, D4, D5, D6, D64 und D65.
Es gibt immer noch gelegentliches Hängenbleiben nach RESET: Obwohl an den System-RAMs kein Fehlverhalten zu messen war, wurden diese auf Verdacht gewechselt. Das war's.
(Folge eines verdreht gesteckten Moduls?)

KC87:
(3)
Rechner mit Farbmodul zeigt ab Bildmitte die Eingaben ein zweites Mal.
Außerdem werden nur zwei Zeilen angezeigt, zwei weitere bleiben leer. Der Fehler liegt im Adreßmuxer D59/D60 für den Bildspeicher:
Signale an Pin 9 und 12 von D60 sind gleich (interne Verbindung?) D60 muß getauscht werden (danach).

KC87:
(4)
Rechner bleibt mit wirren Zeichen nach dem Einschalten hängen
Die GRAFIK-LED funktioniert nicht. Signale am Datenbus sind OK.
Signale am Adreßbus: AB3 am Pin 7 des linken und rechten ROMs fehlt: "offener Eingang".
Die ROMs waren laienhaft ausgelötet und auf Fassungen gesetzt worden. Dabei war eine Verbindung unter der Fassung am Pin 7 unterbrochen. Es wurde ein neuer Draht eingezogen.

KC87:
(5)
Rechner bleibt mit wirren Zeichen nach dem Einschalten hängen
Die Zeichen sind in einem Bereich ähnlich.
Die GRAFIK-LED funktioniert nicht.
Signale am Datenbus sind OK.
Signale am Adreßbus: AB9 hat einen statischen Pegel von ca. 1V (Pin 10 von D38/8C), ebenso am Pin 18 von D5/2D. An Pin 2 liegen aber Signale an! D5 ist ein russischer 8282! D5 tauschen.

KC87:
(6)
Rechner bleibt mit wirren Zeichen nach dem Einschalten hängen
Die GRAFIK-LED funktioniert nicht. Signale am Datenbus zeigen Abweichungen am Bit 3.
Nach dem RAM-Wechsel sind alle Daten-Signale OK, das Bitmuster ändert sich nach ca. 5 Sekunden. Nach eingehendem Suchen wird eine abgebrochene Wickelverbindung in CPU-Nähe gefunden.

KC87:
(7)
Rechner funktioniert, aber die Bildschirmausgabe ist fehlerhaft.
Das erste Zeichen in jeder Zeile kann zwar beschrieben werden, aber nach dem Scrollen wird dafür irgendein Grafikzeichen dargestellt. Der Datenbustreiber D2 (Schnittstelle zwischen Systemdatenbus und Bildspeicher) war defekt.

KC87:
(8)
Der KC87.21 meldet sich statt mit "robotron Z9001" und dem Prompt
am Farb-TV nur mit rotem Bildschirm und grünem blinkenden Prompt-Kästchen und am HF-Ausgang gar nicht. Es fehlt der Inhalt des Video-Signals (die Pixel), nur der Farb­speicher wird korrekt ausgelesen.
Die Blindeingabe von BASIC führt zu dessen Start, aber die Ausgaben sind auf dem Bild­schirm nicht zu sehen. Der Fehler liegt also im Bildteil des KC87. Rückverfolgung der Signale vom Videoausgang führt schließlich zu den Schieberegistern: D68, ein russischer D195 wird als defekt ermittelt und getauscht.
(Dank an HONI für die Zuarbeit!)

KC87:
(9)
KC87.11 synchronisiert nicht!
Er ist mit 21 Russen bestückt! Das Zeilenende (X42/X43) ist in Ordnung, aber das Bild­ende an der Wickelbrücke X40/X41 zeigt keinen Einzelimpuls, sondern ein Impulspaket.
Die Wickelverbindung X40/X41 wurde aufgetrennt. An den Zählern 10B, 11B, 12B, 13B und 17A beträgt der Spannungspegel an den Ladeeingängen (Pin 11) ca. 1,2 V (offener Eingang). Am Ausgang von D71/6 (18A) kommt kein vernünftiger Pegel raus, obwohl an den Eingängen dieses Gatters exakte Pegel anliegen. D71, ein russischer LA3 (DL000), wurde gewechselt.

KC87:
(10)
KC87.11 mit Farbkarte kein Bild!
Am HF-TV-Ausgang funktioniert der Rechner, am RGB-Ausgang ist das wirre Bild sichtbar, nach dem Hochrollen bleibt das Bild dunkel.
Mit [CTRL E] + [8] geht der Rand von schwarz nach weiß.
Mit [CTRL U] + [8] wechselt der Hintergrund (PAPER) von schwarz auf weiß, blinkt aber!! [CTRL T] + [3] soll die Vordergrundfarbe (INK) grün einstellen, bleibt aber schwarz.
An den Ausgängen von D6 (D195D) der Farbkarte liegen statische Pegel von ca. 0,8 V. Nach Wechsel dieses Schaltkreises funktioniert die Farbkarte wieder.

KC87:
(11)
KC87-Rechnerplatine, Startbild mit senkrecht ähnlichen Zeichen.
Nach dem Einschalten ist ein Bild mit ähnlichen Zeichen sichtbar, die in senkrechten Spalten stehen. Der Rechner enthält außer den RAM-IS weitere 18 russische Schaltkreise.
Daten- und Adreßsignale sind unauffällig. Der Fehler wird im Adreßmuxer des Arbeits­speichers vermutet. Nach Austausch von D39 (KR531KP11) funktioniert der Rechner wieder.

KC87:
(12)
KC87-Startbild beginnt nicht am linken Rand.
Nach dem Einschalten werden vom Bild mehrere Zeichen am linken Bildrand nicht dargestellt. Der Widerstand R15 auf der Farbkarte wurde durch einen Einstellregler ersetzt, um die horizontale Austastung zu korrigieren. Am linken Rand bleiben dennoch unsichtbare Bereiche. Ein Vergleich mit einer anderen Farbkarte ergibt das gleiche Bild, die Ursache liegt also nicht auf der Farbkarte sondern im Rechner.
Messungen an D10/12 zeigen ab einer bestimmten Einstellung Doppelimpulse. Am Monoflop D10/10 liegt SYNC mit scheinbar nur 1 Impuls an. Nach Anhalten eines 1nF-Kondensators an D10/9 sind die Doppelimpulse verschwunden, und das Bild wird richtig dargestellt. Die Rückverfolgung des Signals SYNC auf der Rechnerplatine führt zum Kondensator C78. Er ist einseitig abgebrochen. Ein mit der zur Verfügung stehenden Meßtechnik nicht sichtbarer feiner Impuls hat das Monoflop ein zweites Mal ausgelöst.

KC87:
(13)
KC87 (HF-Ausgang) zeigt unsaubere Buchstabenfragmente um das Bildschirmfenster.
Im Ruhezustand ist das Bild normal. Rechnet das Gerät hingegen (z.B. nach RESET oder beim Laden des BASIC-Interpreters), zucken Buchstabenfragmente rund um das eigentliche Bildschirmfenster.
Die Gehäuselaschen, die durch die Platine gesteckt und auf der L-Seite verlötet sind, steckten in "Durchkontaktierungen", die keine waren. So gab es nur eine zufällige, hochfrequenztechnisch völlig unzureichende Verbindung des Gehäuses zur Masse. Nach Herstellen von Lötverbindungen auf der B-Seite an den vier Gehäuselaschen war der Fehler behoben.

KC87:
(14)
Senkrechte Streifen im Startbildschirm
Der KC87 zeigt schon im Startbild die rechten vier Pixel eines Zeichens nicht an. Das gleiche Bild erscheint auch auf dem S/W-Monitor, die Farbkarte fällt damit als Fehlerursache aus.
Muxer (DL257) und Bustreiber (8216) sind russisch und werden als Verursacher angenommen. Ein probeweiser Wechsel bringt keine Bestätigung dieser Vermutung. Bei Vergleichsmessungen mit einem intakten KC87 wird festgestellt, daß am Ausgang des Schiebergisters D67/10 (16C) nur das statische Signal eines Eingangs anliegt. Aus dem Schieberegister D67 kommen keine Signale heraus. Offenbar ist der Ausgang intern "abgelötet". Der Schaltkreis wurde gewechselt.

KC87:
(15)
Pixelfehler der letzten 4 Bits eines Zeichens
Der Fehler deutet auf einen ähnlichen Sachverhalt wie in (14) hin. Der KC87 zeigt schon im Startbild und auch im BASIC die rechten zwei/drei Pixel eines Zeichens nicht korrekt an. Trotzdem wurde wegen thermischer Auffälligkeiten der SRAM D63 verdächtigt. Der Zeichensatz-EPROM D66 wurde ebenfalls gesockelt und getauscht.
Nach dem Laden der Schieberegister werden die ersten vier Bits eines Zeichens, aus D68 kommend, ausgegeben, dann folgen die vier Bits aus D67. Nach Aufstecken eines D195 (huckepack) auf D67 änderte sich das Bild: die zweite Zeichenhälfte wurde gar nicht mehr dargestellt. Nach Auswechseln des russischen D67 (K155IR1) war der Fehler behoben.

KC87:
(16)
Mehrfachausgabe auf dem Bildschirm
Der KC87.21 zeigt nach und nach Bildschirmausgaben dreifach an. Das ist ein typisches Anzeichen von Fehlern der Muxer D59/D60. Es wird auf mehrere Adressen zugegriffen, wo nur auf eine Adresse zugegriffen werden soll. Davon ist in diesem Fall auch der Speicher­bereich der Gerätekonfiguration/Treiberadressen/RAM- Konfiguration im Bildspeicher betroffen (die letzten 40H-Bytes). Das sieht man an den Grafikzeichen hinter ASGN.
Da die Muxer russische IS sind, liegt ein Austausch nahe. Danach scheint der Fehler kurzzeitig behoben, bis der Fehler erneut und dann wieder reproduzierbar auftritt. Die Muxer waren es also nicht. Nach Ziehen der Farbkarte tritt am TV-Ausgang der Fehler NICHT auf, der Fehler liegt also auf der Farbkarte! Es muß ein Fehler an den Adreßeingängen der SRAMs sein. Der Widerstand zwischen PIN 2 und PIN 3 der SRAMs (FAA4 und FAA5) liegt bei 1,1 Ohm bzw. 1,3 Ohm statt > 1MOhm. Am IS mit den 1,1 Ohm wird kurzerhand der Anschluß zum PIN 2 durchgekniffen. Das Fehlerbild, nun wieder mit Farbkarte, bestätigt die Vermutung. Ein Austausch dieses SRAMs bringt den gewünschten Erfolg.

KC87:
(17)
Systemmeldung ohne "robotron Z 9001"
Der KC87.21 meldet sich nur mit dem grünen Prompt. Die Meldung "robotron Z 9001" fehlt. Der Fehler liegt auf der Farbkarte. Nach Laden des Programms "SYSINFO" kann man die Farbausgabe testen. Es fehlt nur die rote Vordergrundfarbe.
Der linke Muxer D7 ist ein russischer IS. Bei diesen K531KP11 bzw. К531КП11 treten gehäuft Fehler auf, und der Schaltkreis wird vorsorglich gewechselt. Der Fehler bleibt aber erhalten. Die Signalverfolgung führt zum davorliegenden D6 = D195. An D6/13 sieht das Signal anders aus als an den anderen Ausgängen. Der Schaltkreis wird gewechselt und der Fehler ist behoben.

KC87:
(18)
Kein Bild, nichts..., dann ein durchlaufendes Bild
Der Rechner wurde nach einem Fehler "zer"-repariert. Immerhin wurden die Schaltkreise mit einer Entlötstation entfernt. Trotzdem hatte der Reparateur besonders auf der B-Seite unterlassen, die Lötaugen zu reinigen und auf Feinschlüsse zu untersuchen. Einige Leiterzüge waren abgehoben, andere geflickt. 20 Schaltkreise waren auf Fassungen gesetzt worden.
Die meisten Schlüsse waren unter den Fassungen und sehr schwer zugänglich. Es gab nicht nur echte Kurzschlüsse, sondern auch Feinschlüsse mit Widerständen um 1 bis 2 kOhm.
Die auf Fassung gesetzten IS wurden geprüft und D75 (К555ЛА3) als defekt getauscht. Nach dem Entfernen von etwa vier Kurzschlüssen gab es ein erstes durchlaufendes Bild. Es gab auch Unterbrechnungen und durchtrennte Leiterzüge.
Ein Feinschluß am Signal "C", ein H-Pegel für unbenutzte Schaltkreiseingänge, wird mit R38 (1,2 kOhm) gegen 5P erzeugt und betrug nur 1,5 bis 1,7 V. Das Signal geht an 20 IS-Pins! Nach mehreren Stunden wurde der Feinschluß unter der Fassung an D50/4 gefunden und schließlich gab es ein stehendes Bild mit den "wirren Zeichen".
Der eigentliche Fehler war ein defekter RAM-Schaltkreis (D43 = KR565RU6/КР565РУ6):
Daten korrekt, Daten defekt. Das System ist aber instabil, es gibt Einfrierungen und Abstürze. Schuld ist das Signal /ROMDI, daß wie das Signal "C" mit R55 gegen 5P gebildet wird. Es hat auch nur Pegel zwischen 1,5 und 1,7 V. Der Feinschluß wurde schließlich unter der Fassung von D75 gefunden, nachdem alle in Frage kommenden Lötaugen systematisch mit einer Nadel umfahren und freigekratzt wurden.

KC87:
(19)
Kein Bild, nichts, gar nichts ...,
Alle Betriebsspannungen waren in den erwarteten Grenzen vorhanden. Um ein Lebenszeichen zu sehen muß man als erstes den Takt an der CPU prüfen. Da war keiner. Takt am Meßpunkt X66 war aber da, auch am Ausgang D16/6, aber am Ausgang D16/5 nicht. Ein Huckepack aufgesetzter DL074 zeigte dann am Ausgang 5 halbe Pegel, die nach unten nur auf etwa 2 V abfielen. Der D274 hatte einen internen Schluß nach 5P, wurde gewechselt und der Rechner lief wieder.

KC87:
(20)
Der KC87 hat 34 gesockelte Schaltkreise und Spuren von Reparaturversuchen. Sowohl auf dem S/W-Bildschirm als auch auf dem Farbschirm war ein durchlaufendes Muster zu sehen.
HC-Schaltkreise haben andere Pegel und arbeiten nur widerwillig mit TTL-Schaltkreisen zusammen und D73 war durch den HC-Typ ersetzt worden. Nach dem Austausch dieses HC04 durch einen LS04 und Beseitigung eines Feinschlusses von 120 Ohm und einem Haarriß unter D58 gab es ein stehendes Bild mit weißem Rand. (Border).
Die Ursache, daß der Rechner nicht startete, lag an einem defekten Ausgang von D8, einem UCY74S405 (LS138). Nach dessen Austausch meldete sich der Rechner mit Prompt, aber immer noch weißem Rand.
Es gingen keine Tastatureingaben. Weißer Rand und fehlende Tastatureingaben deuten auf die PIOs hin. Es war dann auch die PIO2 (D12), nach deren Tausch der Rechner scheinbar lief, denn nach Aufruf von ZM wurde der Bildschirm schwarz.
Die Zeilenumschaltung auf 20 Zeilen funktionierte nicht. Ein Verfolgen des Signals VBART (Video-Betriebsart) ergab an D49 und D55 fehlende Ausgangssignale und D55 (DL093) war dann auch defekt.

KC87:
(21)
Der Rechner bleibt beim Starten stehen.
Nach dem Einschalten erscheint die Systemmeldung "robotron Z 9001", der Kursor blinkt zweimal auf und der Rechner bleibt stehen. Scheinbar, denn nach der Blindeingabe von "BASIC" wird der gesamte Bildschirm dunkel. (Der Bildschirm wird gelöscht und alle Ausgaben erfolgen nun in grün.)
Weitere Tests:
- "CTRL-E 2" zeigt einen roten Rand, aber "CTRL-E 3" keinen grünen.
- Schließt man einen TV über HF an, ist alles in Ordnung.
Alles zusammen läßt nur den Schluß zu, der GRÜN-Kanal ist defekt. In diesem Fall war es eine Unterbrechung im RGB-Kabel.

Für alle, die keinen HTML5-fähigen Brauser haben, gibt es eine MP4-Datei (759,940 Bytes)!


Z1013

Fehlerbild

Z1013.16:
(1)
Kein Bild, nichts...
Der ersteigerte Z1013.16 hat einen ausgelöteten A2/MA7805 und wurde auf Z1013.64 umgebaut. Mit einem 5V-Netzteil wurden die 5P direkt angeschlossen. Die Stromaufnahme lag bei 3 A (typisch etwa 0,9 A). Fünf der RAM-Speicher-Schaltkreise wurden sehr heiß. Nach deren Auslöten wurde ein Widerstand von ca. 10 Ohm in beiden Richtungen zwischen Pin 8 und 16 gemessen. Mit neuen Schaltkreisen sank die Stromaufnahme auf ca. 1,5 A und nach Ausbau und Wechsel der verbliebenen drei Speicherschaltkreise war die Stromaufnahme typisch, der Rechner meldete sich nach Drücken der RESET-Taste.
Beim Umbau war wohl vergessen worden, die 5N abzuklemmen und alle Speicherschaltkreise waren gestorben. Zum Abschluß wurde der unversehrte MA7805 wieder eingesetzt.

Z1013.16:
(2)
Fehlerhafte Anzeige
Es liegt ein Fehler im Bereich der Bildgenerierung und des Zeichengenerators nahe. Die Stromaufnahme liegt im üblichen Bereich. Eine Kontrolle der Adreß- und Datensignale nach RESET ergibt Datenkämpfe auf den Leitungen DB0 bis DB3. Am Datenbus liegen zwei 8286 (A1 und A43), der System-EPROM (A14), die PIO (A45), die RAM-IS (A33 bis A40) und ein D175 (A47) für die Tastaturansteuerung. An letzteren gehen nur die Signale DB0 bis DB3, und es werden interne Schlüsse in diesem IS vermutet. Nach Austausch dieses A47 (ein russischer K155TM7) gegen einen D175 sind zwar die Datenkämpfe verschwunden, der Fehler ist aber noch da!
Der Fehler kann in einem defekten Zeichengenerator-EPROM (A44) liegen, einem defekten Bildspeicher-RAM (A30, A31) oder am Bustreiber (A43) zum Datenbus. Letzterer ist ein russischer KR580WA86 und wird als erster verdächtigt. Die Signale an A43 beim Beschreiben des Bildspeichers nach RESET geben keinen Aufschluß. Nach Tausch gegen einen DS8286 funktioniert der Rechner wieder. Beide Schaltkreise werden auf dem IC-Tester als defekt erkannt.


HC900, KC85/2, KC85/3, KC85/4

Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild

Fehlerbild  Zustand Fehlerbild Fehlerbild

KC85/2:
(1)
Kein Bild, LEDs gehen beim Einschalten sofort alle an
106 Schaltkreise sind auf Fassungen gesetzt:
Überprüfen aller ICs: drei Stück sind defekt.
Weiterhin waren durch das Auslöten der Schaltkreise insgesamt 6 Folgefehler entstanden:
unterbrochene Leiterzüge, abgerissene Leiterzüge, falsch verlegte "reparierte" Leiterzüge.

KC85/2:
(2)
Kein Bild, aber TAPE-LED geht aus.
Nach dem Einschalten mit zufälligen Zeichen wird der Bildschirm gelöscht.
Sowohl unter FBAS als auch unter RGB ist das Bild dunkelgrau, ein Synchron signal liegt an, es gibt nur keinen Bildinhalt. Ansonsten scheint der Rechner zu funktionieren.
Messungen an den Datenleitungen des BWS: Das Datenbit 1 (D3414/14) zeigt nach dem Einschalten nur ein Signal von ca. 100 mV an. Der Kurzschluß muß am Pin 5 der IS D29, D30 oder D32 liegen. Nach Auftrennen der Leitung zu D32 ist der Schluß weg und nach Ersetzen des russischen DS8212 meldet sich der Rechner wieder.
Im Verlauf der Untersuchungen wurde festgestellt, daß in der Schaltung ein Negator (D4005/6) für die Ltg. 42 fehlt (XV11/9B =EX geht an D4005/5, D4005/6 geht an die weiteren IS der Videoplatine).

KC85/2:
(3)
Der KC85/2 zeigt kein Bild, alle LEDs leuchten dauerhaft.
Die Rechnerplatine ist schon vom KC85/3, aber es sind russische 2K-EPROMs (E und F) bestückt. Man vermutet in so einem Fall zuerst einen Fehler im Videosignal. Die Teilertakte sahen ungewöhnlich aus.
(1) Der Takt lag auch an der CPU, aber an allen Adreß- und Datenleitungen waren statische Pegel. /WAIT war HIGH, aber an /RESET lag ständig LOW. Schuld war D3015/6+8, ein defekter russischer DL000, mit 1V-Pegel am Ausgang. Damit war der Fehler noch nicht behoben. D3006/12 zeigte keine Reaktion und war auch defekt. Die CPU arbeitet nun.
(2) Wieder zum Bildspeicher. Das Datenbit 1 des BWS (D3414/14) zeigt keine Reaktion. Der U256 war defekt und immer noch kein Bild. Erklärung: Das Datenbit 6 ist für das Signal EX verantwortlich und kann das Bild dunkelschalten.
(3) Also doch wieder die komischen Bildtakte angesehen. Das Rücksetzen der Zähler untersucht: D3810/3 zeigt pos. Nadeln, D3810/4 zeigt nichts. Nach Wechsel des russischen DL004 gibt es ein durchlaufendes Bild!
(4) Dem SYNC-Signal an D3814/11 fehlen die vertikalen Austastlücken. An Pin 12 liegen sie aber an. Nach Schaltkreiswechsel gibt es endlich ein stehendes Bild.
Vor der Reparatur kann man den Aufwand nicht einschätzen. Ob es ein, drei oder 17 defekte Bauteile sind, weiß man erst nachher... Meist sind es Schaltkreise oder Fehler durch laienhafte Eingriffe, aber auch Schlüsse und Unterbrechungen an Leiterzügen und Steckverbindern jeglicher Art.
(5) An den Meßpunkten auf der Platine sollte man die Signale überprüfen. Schon an MP2 (DUZ) treten wilde Streifen auf dem Bildschirm auf, wenn man den Tastkopf aufsetzt.
Eigentlich sollten an MP2 kurze HIGH-Nadeln auftreten, es ist aber scheinbar LOW.
Das davorliegende Gatter eines DL011 (D3419/12, natürlich russisch) hat dynamische Probleme. Die Nadeln sind so kurz, daß sie nicht die Höhe von 2 V erreichen und beim Berühren mit dem Tastkopf zusammenbrechen. Nach Wechseln des Schaltkreises D3419 sind die horizontalen Streifen auf dem Bildschirm durch Klötzchenmuster ersetzt.
(6) Sieht man ein paar Sekunden vom Bildschirm weg, sieht das Monitorbild schon wieder anders aus: z.B. so oder so oder so. Am D-Eingang des Flipflops D3421 (DL074/2) liegt kein Potential an -> offener Eingang. Das Gatter D3009/6 hat kein Ausgangspotential und reagiert nicht auf Änderungen am Eingang. Nach dem Wechsel ist wieder das Bild von (5) zu sehen. Offensichtlich ist das Gatter dieses IS ohne fremden Einfluß gerade gestorben.
Der Rechner ist wahrscheinlich sehr unsachgemäß gelagert worden.
(7) Aufgrund der vielen defekte russischen Schaltkreise wurden alle "Russen" auf logische Reaktion an den Ausgängen untersucht. D3005/10 und D3004/4 hatten keine Ausgangspegel. Zur Abwechslung gab es die österreichische Fahne auf dem Bildschirm.
(8) Das Datenbit 1 des Systems zeigt jetzt ständig HIGH-Pegel, vorher waren beim Start des Rechners einige Impulse zu sehen. Am Datenbus hängen: CPU, PIO, CTC, System-RAM, BWS-RAM, und beide EPROMs. Einer ist der Übeltäter.
Die Auswechselorgie (CPU, System-RAM, BWS-RAM, PIO, EPROM F) endet bei EPROM E.
Die Prüfung sagt, er ist nicht defekt! Alle Schaltkreise auf die inzwischen eingebauten Fassungen gesteckt und der Rechner meldet sich. :) ???
An dem sehr reichlich eingesetzten Kollophonium war zu erkennen, daß beide System-EPROMs schon einmal ausgelötet worden waren. Ein Schluß der Datenleitung von Bit 1 war nicht nachweisbar, weder zu anderen Leitungen noch nach 5P.
Da nach der Lötbehandlung dieses IS der Fehler weg war, kann nur eine feinste Zinnbrücke die Ursache gewesen sein, die sich auch einer eingehenden Sichtkontrolle entzogen hatte.
Gesamtergebnis:
10 defekte Schaltkreise und ein Netzschalter (rastete nicht mehr ein).


KC85/3:
(1)
Wilde Zeichen, blinken ca. im Sekundentakt
Ein Rechner mit 34 russischen Schaltkreisen! Der Rechner scheint zu laufen, die TAPE-LED geht aus, aber der Bildschirm wird nicht gelöscht.
An den Meßpunkten 3 und 4 liegen keine Signale an.
Messungen an D22 (DL000) des BWS : Pin 1 = H, Pin 2 = Signale, Pin 3 = 0!, hier muß das Signal negiert sein. D22 ist ein russischer LA3, austauschen.

KC85/3:
(2)
Senkrechte Streifen auf dem Bildschirm, kein Blinken.
Datensignale sind in Ordnung, aber bei den Adressen hat A7 nur H-Pegel von 5V!
Auf der Platine wurde der BASIC-ROM D02 (U2364 = BM604) gesockelt. Der Verdacht auf unsaubere Arbeit beim Einbau führt zum Auslöten der Fassung. Der Schluß nach 5P ist danach weg. Austausch der Fassung! Pin 3 war abgebrochen und hat zu dem Kurzschluß unter der Fassung geführt (über Pin 2 hinweg!).

KC85/3:
(3)
Der KC85/3 zeigt kein Bild, alle LEDs leuchten dauerhaft.
Selten wird man beim Öffnen des Gerätes so geschockt: Mäusewürstchen, angerostete Widerstände und Wasserränder haben dem KC stark zugesetzt.
Es gibt kein Synchronsignal und damit auch kein Bild. D3801 und D3802 (Bildzähler) waren defekt, erst nach deren Wechsel gab es ein Bild. Definitiv als defekt erkannt, wurden gewechselt: CPU, PIO, CTC, drei der vier 8212 und D3005, D3432, D3011, D3012, R3008 und R3009. Es ist der schlimmste Fall, der mir je untergekommen ist. Aber das weiß man eben bei Reparaturbeginn nicht, und irgendwann packt einen dann der Ehrgeiz, koste es, was es wolle.
Nach all diesen Fehlerbeseitigungen gibt es endlich keine Datenkämpfe auf Adreß- und Datenleitungen mehr, aber Kaltstartmeldung mit waagerechtem Muster.
Nach Drücken von RESET gibt es senkrechte Streifen. Der System-ROM wird testweise durch einen EPROM mit CAOS3.4i ersetzt und siehe da, nach RESET meldet sich jetzt das System. Der EPROM war also auch defekt.
Der Kaltstart funktioniert nicht, da sich erst nach Drücken der RESET-Taste das Bild ändert. C3002 hat ein abgefaultes Bein. D3017 wird als defekt gewechselt und - große Freude - beim Einschalten meldet sich jetzt das System, ohne RESET, aber immer noch mit Pixelfehlern. Die waren letztlich D3412 und D3413 und wurden mit Kältespray lokalisiert.
Leiterzugunterbrechungen gab es übrigens nicht, allerdings zwei angerostete Widerstände hatten falsche Werte. Zu guter letzt: der Piep geht nicht. Ein Gatter des D3613 (DL074) zeigte keine Wirkung auf das Taktsignal.
Quintessenz:
16 defekte Schaltkreise,
3 defekte Widerstände,
1 defekter Elko.

KC85/3:
(4)
Fehler im Bildspeicher
Mit einem kleinen BASIC-Programm wird der gesamte Bildspeicher nach und nach mit Pixeln gefüllt. Der Fehler ist deutlich sichtbar. Die Datenbits 4 und 5 (D3, D4) stehen unter Verdacht. Nach dem Austausch von D3412 ist der Fehler verschwunden. Das war mal eine einfache Reparatur.


KC85/4:
(0)
Streifenbildschirm
Einschalten, Streifenbildschirm, nichts geht.
An der CPU ist nur der Takt zu sehen. Alle Adreß- und Datenleitungen haben statische Pegel: CPU defekt.
Dieser Bildschirm ist auch typisch für beliebige Fehler in der Steuerlogik des KC85!

KC85/4:
(1)
System bleibt mit Streifenbildschirm nach Kaltstart hängen
Einschalten, Streifenbildschirm, Bildschirm löschen (Bild wird schwarz), Rechner bleibt stehen.
Der Fehler liegt in einem (oder mehreren) defekten System-RAM-Schaltkreisen.
Ausgänge kontrollieren, wo Abweichungen auftreten, IC wechseln.

KC85/4:
(2)
System bleibt beim Einschalten mit Streifen stehen
Einschalten, Streifenbildschirm, nichts geht. Rechner bleibt stehen.
Beim Eigentümer war bei Arbeiten an der Platine diese abgerutscht und mit dem Gehäuse kurzgeschlossen worden. Außer dem Takt gab es keine Signale an Daten-, Adreß- und Steuerbus an der CPU.
Die CPU, und nur diese, war defekt.

KC85/4:
(3)
System startet, der Bildschirm bleibt aber dunkel.
Nach kurzer Suche im Videoteil: Das Signal /HELL ist trotz eines Ziehwiderstandes nach 5P (R07 = 1kOhm) ständig auf LOW.
Das Signal geht im Grundgerät nur an Eingänge: D39/9 (DL004) und D38/13 (DL008). Es scheint von außen ein "Blitz" auf diese Leitung getroffen zu sein, und dieser Eingang hat einen satten Schluß nach Masse (Pin 7). Der jeweils betroffene Schaltkreis wurde gewechselt.
Der Eingang von D39 war bisher 2x der Übeltäter, einmal D38.
Fehlerhäufigkeit: 3x

KC85/4:
(4)
System startet nicht, der Bildschirm wird nicht gelöscht, zeigt aber nicht
die sonst üblichen horizontalen Streifen.
Es gibt Datenkämpfe auf allen Datenleitungen des Systembusses. Um die beiden kämpfenden Teilnehmer zu finden, werden nacheinander D04 (DS8286), D18 (ein DRAM-IS), D21 (DL374), D06 (PIO), D10 (2764, EPROM E) und D11 (2764, BASIC-EPROM, BM600) ausgelötet. Nach Auslöten des EPROMs E sind die Datensignale in Ordnung, es muß aber noch der zweite "Kämpfer" gefunden werden. Es ist der BASIC-EPROM. D10 und D11 werden durch geprüfte EPROMs ersetzt und D11 als der Übeltäter ermittelt. D11 hatte unabhängig vom /CS-Signal immer aktive Ausgänge. Das Startbild bleibt aber unverändert. Nach Ersatz von D04 verändert sich das Startbild, es fehlen die senkrechten Streifen.
Messungen am Video-RAM: D14 hat kein Ausgangssignal und wird getauscht.
Defekt waren also D11, D04 und D14.

KC85/4:
(5)
Der Startbildschirm enthält Fehler in der Darstellung.
Es fehlen Pixel, an anderer Stelle sind welche zuviel und manche Pixel flattern.
Die Video-Datensignale sind scheinbar in Ordnung. Durch "Huckepack"-Aufstecken wird aber der Video-RAM-IS D17 als defekt ermittelt und getauscht.

KC85/4:
(6)
Der Startbildschirm enthält die üblichen Streifen, aber dunkelgrau. Wenn ein Rechner defekt ist, gibt es eine gewisse Logik bei der Fehlersuche. Schwieriger wird es, wenn menschlicher Eingriff vorliegt und man nicht weiß, war der Fehler schon vor dem Eingriff da oder erst danach.
Die CPU, der System-RAM, die EPROMs, der DS8286 und alle DL541 sind gesockelt. Dieser Rechner sollte wohl zum KC85/5 umgerüstet werden.
Alle Adreß- und Datensignale sehen gut aus. Trotzdem macht der Rechner NICHTS. Austausch aller gesockelten Bauelemente ändert nichts am Startverhalten. Nach langem verzweifeltem Suchen wurden Kurzschlüsse an der CPU zwichen den Pins 38, 39, 40 festgestellt. Diese führen auch nach außen an den Busstecker und die Modulschächte...
Nach Auslöten der CPU-Fassung wurde schließlich auch die Fassung von D03 (DL541) ausgelötet. Hier lagen die Kurzschlüsse!

KC85/4:
(7)
Der Startbildschirm ist nur schwarz/weiß, aber teilweise mit blauem Hintergrund.
Außerdem sind am linken Rand flatternde Striche zu sehen. Die Suche führt schließlich zur Synchronsignalerzeugung. Bei Kontrolle der Ausgangssignale der daran beteiligten Gatter wird an Pin 8 von D08 (DL074) stabiles H-Signal festgestellt, obwohl Takt und Datensignal anliegen. Der DL074 wird ausgelötet, geprüft und durch einen funktionsfähigen Schaltkreis ersetzt.

KC85/4:
(8)
Netzteil defekt.
Das Übliche: Sicherungshalter und Sicherungen verkeimt. Aber nach dem Wechseln dieser Bauteile "atmet" das Netzteil: die Netz-LED geht langsam an und aus. Es fehlen die 5N. Der Schaltregler N10 (B260) wird seeehr warm. Verfolgung der 5N-Strecke bis zum Trafo: der Kondensator C41 (kein DDR-Produkt?) hat einen satten Kurzschluß. Die Dioden haben den Kurzschluß überlebt. Nach dem Austausch sind die 5N wieder da und komischerweise hat jetzt auch der Schaltregler normale Temperatur.

KC85/4:
(9)
Strickmuster, nichts geht
Der KC85/5 fiel beim Einrichten eines D004 plötzlich mit Strickmusterbild aus (braunes Muster).
Nach einem RESET erschien das blaue Muster. Alle Umbauten zum KC85/5 waren sorgfältig ausgeführt worden. An der CPU zappelten die Daten- und die Adreßleitungen bis auf AB13 bis AB15. Signalverfolgung an D002 und D003 (Ein- und Ausgänge) ergab keine Auffälligkeiten. Ebenso an den Adressen an D202 - D204. Eine Ausnahme war an D203/13 (halber H-Pegel). Offenbar gab es eine Unterbrechung der Leitung ab10 (60). Von D003/16 kommend wurde das Signal verfolgt, es verschwand hinter D210/21. Am Lötauge dieses Pins war der Leiterzug gering abgehoben.
Nachlöten beseitigte den Fehler.

KC85/4:
(10)
CAOS 4.2, die Zeilen BASIC und REBASIC werden doppelt ausgegeben.
Der Rechner reagiert auch nicht auf Eingaben. Die doppelte Ausschrift kann davon her­rühren, daß die Zeilen zweimal in den Bildspeicher eingeschrieben werden, oder daß zweimal das gleiche ausgelesen wird. Die Adreßleitungen wiesen keine Verkopplungen auf. Auch die EPROMs hatten keinen Datenverlust. Mit einem Vergleichsrechner wurden Unter­schiede am Signal /IRE festgestellt und bis zur PIO zurückverfolgt.
Ein probeweises Aufstecken einer intakten PIO behob das Problem. Alle Ausgänge des Kanals A zeigten keine Reaktion. Nach Austausch der PIO D3006 lief der Rechner wieder.

KC85/4:
(11)
CAOS 4.2, kein Einschaltreset, kein BASIC.
Erst nach Drücken der Resettaste startet der Rechner. Auch BASIC läßt sich nicht starten, der Rechner friert ein, immer. Es gelingt auch kein Zugriff auf ein D004.
Nach 'SW 2 1' und anschließendem Ansehen des Speicherinhaltes mit 'D C000' wird manchmal der Inhalt von ROM-C angezeigt, manchmal nicht. Es werden meist FFs angezeigt. Manchmal geht auch noch die Ausgabe von "SY" und bestätigt den aktivierten ROM.
Die Selektion von ROM-C scheint nicht zu klappen oder der EPROM ROM-C (D211) ist defekt. Ein Austausch des EPROMs brachte keine Besserungen und der alte EPROM wurde wieder eingesetzt. Damit blieb nur noch der Ansteuerschaltkreis D202, ein PROM MH74S287, als Fehlerquelle übrig. Nachdem auch D202 getauscht wurde, gab es immer noch keine Änderungen. Erst als auch der alte EPROM ersetzt wurde lief der Rechner wieder. Die Selektverbindung war sowohl vom Quell-IS als auch vom Ziel-IS her defekt. Da muß wohl ein "Blitz" die Leitung getroffen haben.


KC85/D004 (Reparaturtip)

Fehlerbild Fehlerbild Fehlerbild

D004:
(1)
Start des Systems bleibt nach "Autostart Floppy" hängen, mit Prompt
Nach Reinigung und Sichtkontrolle:
D704 und D705 sind gesockelt. Prüfen von D704/D705 mit IC-Tester --> OK.
Ausführung der Arbeiten sind von schlechter Qualität. In der Nähe von D705 wird ein unterbrochener Leiterzug entdeckt. Entfernen des Sockels, Nachlöten des Leiterzuges und Wiedereinsetzen von D705 ergeben "Autostart Floppy", Bildschirm löschen, ein Kursor und ein Schritt, das System bleibt hängen. Nach mehreren Versuchen meldet sich das Micro-DOS.
Mit "DIENST" und "TEST" ergeben sich fast 10 Lesefehler und viele Positionierversuche.
Nach Neuabgleich der analogen PLL gab es keinen Lesefehler, aber noch 4 Suchversuche.
Einbau der digitalen PLL: KEIN Lesefehler, KEIN Neupositionieren, ALLES OK!

D004:
(2)
Start des Systems bleibt mit "Autostart Floppy" hängen, kein Prompt
Es sind zusätzliche Kondensatoren eingebaut, diese werden entfernt. An den Ausgängen von D704 (40098) liegen ungewöhnliche Signale an. Pin 1 hat ständig H-Pegel. Rückverfolgung nach D703 (8205). Aus­tauschen von D703. Micro-DOS startet mit Schwierigkeiten. Nach PLL-Abgleich wird das Starten besser.
Einbau der digitalen PLL: KEIN Lesefehler, KEIN Neupositionieren, ALLES OK!

D004:
(3)
Netz-LED leuchtet nicht, 1,8V anstelle von 5P, 12P und 5N sind in Ordnung
Nach Abziehen des Stromversorgungskabels zur Hauptplatine sind die 5P in voller Höhe da:
Der Basiswiderstand R13 (56 Ohm) riecht etwas und ist leicht gebräunt. Der Schalttransistor A10 (SD347) im Abwärtsregler hat einen Gehäuseriss.
Beide Bauelemente tauschen!

D004:
(4)
Kein Bild am KC85/4 nach Anstecken des Verbindungssteckers zum D004.
Sofort verdächtigt wurde das Signal /HELL, das zum Grundgerät führt und dort die Dunkelschaltung des Bildschirmes bewirkt. Es kommt von der Treiberplatine, vom Leistungsgatter DL038 (D08/11). Dessen Eingänge 12/13 hatten L-Pegel, es negierte nicht, hatte ständig L-Pegel am Ausgang. Der Schaltkreis D08 wurde ausgewechselt.

D004:
(5)
"J FC FF" führt zum Fehler beim Test des Koppel-RAMs.
Die Kontrolle der Adreß- und Datensignale an den SRAM-IS (D412/D413) ergab einen Fehler des Datensignals am SRAM-Schaltkreis D412/14 (Datenbit D0, war immer hochohmig). Nach dem Wechsel blieb der Koppel-RAM-Test ohne Fehler.
Dieser Schaltkreis hatte angerostete Pins, und das ganze D004 hat wohl keine guten Lagerbedingungen hinter sich.

D004:
(6)
"J FC FF" führt zum Fehler beim Programm-Test.
Die Kontrolle der Adreß- und Datensignale an der CPU (D509) ergab einen Fehler des Datensignals FD4 am Pin 7 der CPU. Es wurde als Quelle des Signals der Bustreiber D414/15 vermutet. An dessen Eingang (D414/6) fanden Pegelwechsel statt, nicht aber an dessen Ausgang (D414/15).
Nach dem Wechsel blieb der Koppel-RAM-Test ohne Fehler.

D004:
(7)
"can not read-error" nach Blitzeinwirkung.
Das Diskettenlaufwerk wird nach "J FC" angesprochen, die Diskette dreht, es findet aber kein Anfahren der Spur 0 statt. Aufgrund der Vorgeschichte wird Blitzeinwirkung auf das weiße Flachbandkabel vom D004 zum Laufwerk vermutet.
Messungen am Shugart-Bus zeigen am Signal /RDY H-Pegel, der aber nur um ca. 0,5 V absinkt, statt auf 0 zu springen. Das Signal geht sowohl an D713/9 (DL014) als auch an D704/2 (V40098). Der CMOS-Schaltkreis wird gegenüber dem TTL-Schaltkreis als empfindlicher gegenüber einer Blitzeinwirkung eingestuft.
Nur der Eingang 2 dieses CMOS-Schaltkreises ist defekt.

D004:
(8)
"J FC FF" führt zum Fehler beim Test des Koppel-RAMs.
Das D004 stammt anscheinend aus der Nullserie, hat keinen Lötstopplack und die üblichen Änderungen sind noch nicht eingearbeitet.
Das WAIT-Signal hatte ständig L-Pegel: es lag am D507/11 (HCT00) mit hochohmigem Ausgang. Dadurch bekam D408/11 keinen Takt (offener Eingang) und konnte nicht gesetzt werden.
Nach dem Austausch lief der Programmtest bis zum DRAM-Test und blieb dort sporadisch auf nicht reproduzierbaren Adressen hängen. Eine Nachrüstung der Änderungen brachte keine Besserung.
Start von Diskette führte direkt nach dem Einschalten zum Booten des Systems. Nach kurzer Laufzeit (Erwärmung) blieb der Bootvorgang immer hängen. Daten- und Adreßsignale waren korrekt. Spannungsspitzen (Nadeln) auf A7 wurden mit 100pF nach Masse beseitigt, brachten aber ebenfalls keine Besserung. Der Einsatz von Kältespray am Schaltkreis D504 (DL004) führte schließlich zu einer Reaktion. Obwohl dessen Signale in Ordnung schienen, wurde er ergebnislos gewechselt. R501 hatte noch 510 Ohm und wurde ergebnislos auf 820 Ohm korrigiert. Der Verdacht fiel jetzt auf einen möglichen Feinriß eines Leiterzuges in der Umgebung von D504 und schließlich auf einen Kappenfehler von R502. Der ausgebaute R502 hatte werksbestückt einen Widerstandswert von 2,2 kOhm (rot/rot/rot) anstatt 220 Ohm (rot/rot/braun) und führte zu gelegentlichem Aussetzen einzelner Taktimpulse!

D004:
(9)
"J FC FF" führt zum "Koppel-RAM Programm Fehler", wie unter (8).
Es handelt sich um ein für den Einbau der GIDE vorbereitetes D004. Dazu wurde unter anderem auch die CPU auf eine Fassung gesetzt. Das D004 lief kurze Zeit und fiel dann aus. Die Umgebung des neuen CPU-Sockels ergab keine Schlüsse oder Unterbrechnungen.
Eine Prüfung der Lauffähigkeit eines Programms im Koppel-RAM führte zu falschem Code. Statt "FC00: 21 10 FC 34 C3 03 FC 00 ..." stand "FC00: 00 10 FC 34 C3 03 FC 00 ..." im Koppel-RAM und das Ergebnis des Programms in der Speicherzelle FC10H war immer 00. Signale an D415, D409, D410 und D411 wurden untersucht. Dabei stellte sich heraus, daß bei Anlegen des Tastkopfes an /KWR (D411/11) manchmal der richtige Wert in FC00H stand.
Schließlich fiel der Pegel an D411/10 auf. Er war 0, aber "verrauscht". Die Überprüfung der Zuleitung ergab eine Unterbrechnung an der Zuleitung in einem Wechsler (Via) unterhalb der CPU. Beim Einbau der Fassung war das Lötauge des Wechslers auf der B-Seite beschädigt worden. Eigentlich hätte eine offene Leitung mit ihrem halben Pegel sofort auffallen müssen. Der scheinbare 0-Pegel hat dies verhindert.

D004:
(10)
Der Zugriff auf die Bootdiskette bleibt nach ein bis zwei Kopfschritten stehen,
manchmal mit einem blinkenden Kursor. Während umfangreicher Messungen trat der Fehler plötzlich nicht mehr auf. Die Untersuchung des Erwärmungseffektes führte schließlich zu den Adreßmuxern D604 und D605. Die Umschaltung der Adressen wird vom Flipflop D602/5 gesteuert.
Hier zeigte sich, daß beim Berühren dieses Pins der Fehler wieder auftrat. Ebenso beim Berühren von D601/8. Die Zeitbedingungen zur Erzeugung des /RAS-Impulses scheinen sehr kritisch zu sein und sind wahrscheinlich auch für die gefürchteten "selbständigen Eingaben" verantwortlich. Diese kann man hier nämlich hervorrufen!
Mangels geeigneter Meßtechnik kann ich den Effekt leider nicht genauer untersuchen. Nach Austausch von D604 trat der Fehler aber nicht mehr auf (geringere Gatterlaufzeiten?).

D004:
(11)
Monitorbild läuft nach Anstecken des D004 durch.
Die Vertikalsynchronisation fällt nach Anstecken des D004 aus und das Bild läuft durch. Die Signale ZI (Zeilenimpuls) und BI (Bildimpuls) liegen am Expansionsslot an und werden anscheinend vom D004 beeinflußt. Probeweise wird der Kontakt 25B (Bildimpuls) nach Masse kurzgeschlossen. Es ergibt sich das gleiche Fehlerbild. Im D004 gibt es einen Schluß von X0/25B nach Masse. Nachverfolgung führt zum Schaltkreis D06/1, einem D004. Das Signal führt sonst nirgendwo hin. Nach Auslöten des Schaltkreises ist ein satter Schluß zwischen Pin 1 und 7 festzustellen.
Nach Austausch dieses D004 funktioniert das Zusammenspiel zwischen der Basis und dem D004 wieder.


BIC

Fehlerbild Fehlerbild

BIC/CGG:
(1)
Kein Bild nach falschem Betriebsspannungsanschluß (5P/12P vertauscht?)
Messungen an den Schaltkreisen ergaben:
CTC D32, D38, D39 zeigten unlogische Signale am Ausgang, ebenfalls defekt war der SRAM D46.
Nach dem Wechsel dieser ICs waren Streifen auf dem Bildschirm sichtbar.
Der Video-RAM wurde als defekt ermittelt, D40-D43 ausgetauscht:
der Rechner meldet sich, aber bleibt hängen. System-RAM D16 und D17 sind auch defekt, das war's.

BIC/CGG:
(2)
Das Monitorbild ist unsynchronisiert, ohne Inhalt und mit Rücklaufstreifen,
dazu kommen noch nette Geräusche wie unmotiviertes Pfeifen, Zwitschern und Rauschen. Der Fehler tritt sporadisch auf. Mittels Kältespray konnte kein einzelner Schaltkreis als Verursacher geortet werden. Deshalb wurden auf Verdacht alle vier Bustreiber D8-D11 (8286) getauscht.

BIC/CGG:
(3)
Zeigt bereits mit der ersten Meldung jeweils 2 Zeichen rot
Besonders deutlich wird es unter CP/M. Der Bustreiber D44 (8282) ist russisch. Über ihn werden auch die Farbattribute in den Bildspeicher geschrieben. Auffällige Signale waren auf den ersten Blick nicht zu bemerken. Nach Tausch auf Verdacht trat der Fehler nicht mehr auf.


Monitor

Fehlerbild

K7222/25:
(1)
Bild synchronisiert nicht
Gleich nach dem Einschalten werden die Bildschirmausgaben unsynchronisiert dargestellt. Am Kollektor von V20 sind "Wellen" auf dem Dach des Zeilenimpulses. Die Stromverstärkung von V20 ist zu gering.
V20 austauschen.

K7222/25:
(2)
Bild zeigt "Streifen" am Bildanfang
Nach dem Einschalten zeigte das Bild bis auf eine geringe Unsymmetrie am Zeilenanfang keine Auffälligkeiten. Nach wenigen Minuten lief das Bild nach oben, die Pixel der Zeilen wurden gespreizt und auf dem Kopf stehend dargestellt.
Durch den stabilen thermischen Effekt lag eine Fehlersuche mit Kältespray nahe. Nach wenigen Minuten wurde der Operationsverstärker A../10 reproduzierbar als schadhaft festgestellt. An seinem Ausgang änderte sich mit der Erwärmung das Impulsbild. Der OPV (A109) wurde ausgetauscht.


LCR-C

LCR-C:
(1)
Wiedergabe geht nicht, Aufnahme OK
Beim Laufwerk MU300 wird in Abhängigkeit von den Tasten Wiedergabe bzw. Aufnahme ein Stößel betätigt. Dieser Stößel wirkt auf den A/W-Umschalter des Verstärkers. Er darf bei Wiedergabe nicht den Schalter betätigen.
MU300 ausbauen, Band einlegen und Wiedergabe testen.
Da der A/W-Schalter jetzt nicht betätigt werden kann, funktioniert nun die Wiedergabe, Aufnahme natür­lich nicht. "Die Ursache liegt in völlig ungeeignetem und in viel zu hoher Menge eingebrachten Fetts in den MU-Laufwerken ab Baujahr 1988 (exemplarabhängig). Dieses Fett verklebt wichtige Laufwerksteile, so u.a. auch den aufgenieteten Plasthebel 376 an der Rückseite der Aufzeichnungsplatine 180, der dann auch bei Wiedergabe auslöst." (Quelle: Steffen Enke)
Nach Ausbau des Laufwerkes hilft das mehrfache Reinigen mit Waschbenzin und einem geeigneten kurz­haarigen Pinsel. Dabei läuft das Waschbenzin unter die Platte 180, verdünnt das Fett, und es läßt sich herauswaschen. Nach Einbringen einer geringen Menge geeigneten Öls kann die Feder jetzt den Plasthebel wieder problemlos spannen.
Bild 1 zeigt den Funktionsplan des Laufwerkes (Quelle: funkamateur), Bild 2 die Bearbeitungshinweise.


Hier wird gearbeitet:
Arbeitszimmer

Arbeitszimmer 1 Arbeitszimmer 2

Labor

Labor 1 Labor 2 Labor 3 Labor 4 Reparaturplatz

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Letzte Bearbeitung: 08. 03. 2019
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